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21. Oktober 2019, gepostet in Informatives, KlimaschutzDie Säulen des Klimaschutzes

Intension beim Schreiben dieses Artikels

Klimawandel ist seit Jahrzehnten ein wichtiges Stichwort. Ursprünglich sollte sich dieser Beitrag nur um das Thema digitaler Fußabdruck drehen. Doch beim Schreiben habe ich so viele interessante Dinge gelernt. Am Ende ist dieser Blogbeitrag doch umfangreicher geworden als geplant.

Dieser Beitrag darf größtenteils als Wertfrei angesehen werden. Es war nie meine Absicht einen Appell zu kreieren, der dir zu sagen versucht, dass du lieber mit der Bahn oder dem Rad fahren sollst, oder das Fliegen schlecht für die Umwelt ist. Ich habe viele Beiträge und auch viele zugehörige Kommentare gelesen.

Dazu von mir nur folgender Kommentar: “Es geht darum in seinem Leben selbst etwas Besser zu machen, anstatt ständig zu schauen, was die anderen falsch machen.” Das möchte ich hier einfach mal so im Raum stehen lassen.

Auch wenn ich mich mit dem Thema befasse, möchte ich trotzdem weiter Fleisch essen und in den Urlaub fliegen. Allerdings kann ich jetzt bewusster mit der Thematik umgehen und diesbezüglich viel in meinem Leben optimieren, da ich meine eigene Rolle besser einschätzen kann.

Mein Ziel ist es mit diesem Beitrag lediglich zu informieren und eine Anregung zu schaffen, dass du dich mit diesem sehr komplexen aber wichtigen Thema auseinandersetzt.

Vorab, möchte ich dir aber noch eine kleine Frage stellen:

CO2 sparen, ohne die eigenen Gewohnheiten zu ändern?

Umweltschutz geht uns definitiv alle etwas an! Damit wir unseren Hobbys noch lange nachgehen können, sollte jeder in irgendeiner Weise bewusst mit den ihm zur Verfügung stehenden Ressourcen umzugehen lernen. Ein schönes Zitat einer allseits bekannten Band:

Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist.
Es wär nur deine Schuld, wenn sie so bleibt.

Ganz ohne die eigenen Gewohnheiten zu ändern können wir tatsächlich nichts bewirken! Aber wenn jeder von uns eine Kleinigkeit in seinem Leben anpasst, können wir gemeinsam etwas verändern. Daran glaube ich.

Klimaschutz - Grundlagen Klimawandel und CO2

 Gibt es einen Klimawandel?

Wir fangen bei den Grundlagen an. Aus allen Richtungen hören wir “CO2 ist schlecht fürs Klima” oder “wir müssen Emissionen einsparen, um die Umwelt zu schützen”. Doch was steckt da eigentlich dahinter und warum ist das Thema gerade jetzt so populär? Die Worte Klimawandel, Emissionen und CO2 Ausstoß sind bereits in aller Munde. Aber existiert ein Klimawandel, oder nicht? Das ist eine Frage, um die sich heute viele Geister streiten.

Zunächst einmal, was verstehen wir eigentlich unter dem Begriff Klimawandel?

Also, als Klimawandel bezeichnen wir eine lang andauernde Klimaveränderung auf der Erde. Dabei ist es unabhängig, ob von einer Abkühlung oder einer Erwärmung gesprochen wird. Im Laufe der Erdgeschichte traten bereits mehrere natürliche Klimawandel auf. Auch begleitende gravierende Klimakatastrophen sind, waren in der Erdgeschichte keine Besonderheit.

Eine Veränderung des weltweiten Klimas hat natürlich in jeder zeitlichen Epoche verschiedene Folgen auf das Leben. Viele dieser Auswirkungen sind aufgrund physikalischer Vorgänge abschätzbar. Dennoch gibt auch noch viele Unbekannte, die sich aus dem Zusammenwirken zahlreicher Faktoren noch nicht absehen lassen.

Folglich ist der Begriff Klimawandel also nicht nur auf die Gegenwart beschränkt. Allerdings merken wir gerade deutlich erste Auswirkungen der nahenden Veränderung. Der Begriff wird somit in der aktuellen Treibhausgasdebatte gern von seiner eigentlichen Bedeutung verfälscht. Klimawandel ist etwas Natürliches.  Allerdings hat der Mensch durch die Produktion von Treibhausgasen einen großen Einfluss darauf, warum das so ist, klären wir noch.

Laut einer Studie von James Lawrence Powell, der 2017 rund 54.000 Artikel zu diesem Thema ausgewertet hat, ist sich die Wissenschaftsgemeinde sicher:

Der Klimawandel existiert und ist zu 99,94 % vom Menschen gemacht.

Auswirkung des Klimawandel

Über eine Sache sind wir uns bereits einig, durch den Anstieg von CO2 in der Atmosphäre kommt es zu einer weltweiten Temperaturerhöhung. Im vergangenen Jahrhundert betrug der Anstieg etwa 1 °C. Ändert sich nichts an den weltweiten Emissionen, könnten das bis zum Ende dieses Jahrhunderts durchschnittlich 4 °C werden.

Der Anstieg hat z.B. Auswirkungen auf den Meeresspiegel. Derzeit geht man davon aus, dass dieser alle 10 Jahre um 3,2 cm steigt. Bei keiner Reduzierung der Emissionen wurde im 5. Klimareport 2013 ein Anstieg des Meeresspiegels bis 2100 um 98 cm prognostiziert. Im Jahr 2300 könnten das sogar 3 m werden. Niedrig liegende Küstenregionen würden vollständig verschwinden, sogar das Abreißen von Meeresströmungen ist denkbar.  Ozeane sind durch beobachtbare Übersäuerung heute schon betroffen (Einlagerung von Kohlendioxid).

Auch die Zunahme von Wetterextremen lässt sich bereits beobachten. Physikalisch gesehen kann warme Luft mehr Wasser aufnehmen, als kalte. In der Klimatechnik lässt sich dieser Zusammenhang im Mollier h,x Diagramm darstellen. Das führt dazu, dass in trockenen Gebieten mehr Feuchtigkeit abtransportiert und anderswo als Niederschlag auf die Erde fällt. Aufgrund der höheren Temperaturen intensiviert sich der natürliche Wasserkreislauf der Erde. Stürme, Dürren und Überschwemmungen nehmen zu. Allein in Deutschland hat sich die Zahl extremer Wetterereignisse in den letzten 50 Jahren mehr als verdreifacht.

Weitere Auswirkungen auf das Ökosystem der Erde sind absehbar. Aufgrund mangelnder Anpassungsfähigkeit kommt es zum Aussterben diverser Tier- und Pflanzenarten.

In tropischen Ländern sind durch die Wetterextremen deutlichen Ernteverlusten zu erwarten. Zahlreiche anderen Auswirkungen, wie z.B. Gesundheitsfolgen am Menschen oder die Ausbreitung von Schädlingen sind abschätzbar.

Der Weltklimarat geht zudem davon aus, dass sich die Klimawandelfolgen in Zukunft noch verstärken.

 Was ist eigentlich dieses CO2?

Als Hauptgrund für den Klimawandel hört man wieder und wieder die chemische Zusammensetzung CO2. Doch was ist CO2?

CO2 ist ein Treibhausgas und mit ca. 0,038 % ein natürlicher Bestandteil in unserer Luft. Es wird auch als Kohlendioxid oder Kohlenstoffdioxid bezeichnet und ist geruchlos, nicht brennbar, farblos und ungiftig.  Auf natürlichem Weg entsteht CO2 zum Beispiel beim Zerfall toter Organismen, Vulkangasen oder Zellatmung vieler Lebewesen. Aber es gibt auch andere Treibhausgase, wie zum Beispiel Methan oder die sogenannten F-Gase.

Gäbe es keine Treibhausgase hätten wir eine durchschnittliche Temperatur in der unteren Atmosphäre von ca. -18 °C. Dies würde zur kompletten Vereisung unseres Planeten führen. Das wird auch als natürlicher Treibhauseffekt bezeichnet. Auch der Treibhauseffekt ist also grundlegend etwas Natürliches.

Das klingt also alles gar nicht so schlimm, doch wie wirkt sich CO2 nun aufs Klima aus?

Im Grunde ist CO2 wie eine riesige Wärmedämmung. Es absorbiert einen Teil der von der Erde abgegebenen Wärme und wirft diese wieder zurück. Diesen Vorgang bezeichnen wir als Treibhauseffekt. Es ist ein ganz natürliches Phänomen das maßgeblich unser Klima auf der Erde bestimmt. Folglich ist CO2 also erstmal nichts schlechtes, sondern gehört zum natürlichen Klimakreislauf dazu.

Erhöhen wir nun aber die Konzentration in der Luft, führt das dazu, dass unsere “Dämmschicht” besser wird und es zu dem kommt, was wir als “Erderwärmung oder Klimawandel” bezeichnen.

Das Problem an CO2 ist, dass es sich nicht selbst abbauen kann. Es wird zu Teilen von unserer Natur eingelagert (z.B. in Gewässern). Ein anderer Teil wird von Pflanzen durch Photosynthese in Sauerstoff umgewandelt. Diese Vorgänge werden unter dem Begriff “Kohlenstoffsenken” zusammengefasst.

Klimawandel - natürlicher Kohlenstoffkreislauf

 Warum der CO2-Gehalt der Atmosphäre zunimmt

Neben dem natürlichen Treibhauseffekt steht der vom Menschen gemachte Treibhauseffekt. Seit Millionen von Jahren wird CO2 auf der Erde eingelagert. Rund 99,95 % alles natürlich vorkommenden Kohlenstoffes ist in Sedimentgestein gebunden. Der Kohlenstoff in der Atmosphäre macht fast den geringsten Anteil aus. Durch natürliche Prozesse entsteht ein CO2-Kreislaus der den natürlichen Treibhauseffekt am Laufen hält.

Dank des globalen Bevölkerungswachstums, dem technischen Fortschritt und der zunehmenden Industrialisierung, steigt die Zahl unnatürlicher emittierender Prozesse stetig an. Mit der Verbrennung von Rohstoffen in Industrie und Transportwesen setzt der Mensch also bereits gebundenes CO2 wieder frei.

Aufgrund der erhöhten Menge an Treibhausgasen in der Atmosphäre sind die natürlichen Kohlenstoffsenken nicht mehr in der Lage genügend CO2 zu binden. Aus diesem Grund nimmt die Sättigung in der Atmosphäre stetig zu.

Dazu kommen vom Mensch gewollte Handlungen wie z.B. die Brandrodung des Regenwaldes. Diese haben sogar einen doppelt negativen Effekt auf die Erderwärmung. Einerseits gehen gigantischen Waldflächen als aktive Kohlenstoffspeicher verloren, andererseits wird der bereits in ihnen gespeicherte Kohlenstoff wieder als Treibhausgas in der Atmosphäre freigesetzt. Der natürliche CO2 Kreislauf gerät so nach und nach aus dem Gleichgewicht.

Überblick CO2 Vorkommen auf der Erde

1 Gt = 1.000.000.000 t

  • 750 Gt – Atmosphäre
  • 550 Gt – lebender Biomasse
  • 1.500 Gt – Boden/ toter Biomasse
  • 5.000 Gt – fossilen Energieträgern
  • 40.000 Gt – Meerwasser
  • 100.000.000 Gt – Sediment

Die CO2-Äquivalente

Neben CO2 gibt es auch noch eine ganze Reihe anderer Treibhausgase, wie zum Beispiel Lachgas, Methan oder die F-Gase. Jeder dieser Gase hat einen anderen Effekt und einen anderen Zeitraum, in dem das Gas in unserer Atmosphäre verweilt.

Um eine Vergleichbarkeit unter den Treibhausgasen hat man angefangen eine Kohlendioxid-Äquivalente für die einzelnen Gase zu bilden.

Ein CO2 Äquivalent beschreibt also den Beitrag zum Treibhauseffekt einer genau definierten Masse eines Treibhausgases für einen festgelegten Zeitraum im Vergleich zu Kohlendioxid. Kurzum kann so die Klima-schädigende Wirkung anderer Treibhausgase als CO2, auf die entsprechende Menge CO2 umgerechnet werden kann.

Da sich viele Klimaziele nicht nur auf CO2-Emissionen beschränken und man in diesem Zusammenhang öfter etwas von einer CO2-Äquivalente hört, sollte man diesem Zusammenhang etwas von der CO2 Äquivalente gehört haben. Sonst wird das Thema wirklich schnell verwirrend. Außerdem ist dieser Begriff wichtig für das weitere Verstehen dieses Beitrages.

Quellen

Quellen für alle Teile

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verfasst von Martin

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