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9. Oktober 2018, gepostet in Ausrüstung, BadmintonDer Federball/ Shuttlecock

Alles rund ums Thema Federball!

Willkommen zu unserem kleinen Exkurs zum Thema Federball. Seit ihr auf der suche nach dem richtigen Spielball für eure Matches? Hier erfahrt ihr alles was ihr zu dem Thema wissen müsst.

 Der Federball und seine wichtigsten Merkmale

Neben dem Schläger gehört der Federball zur wichtigsten Grundausrüstung für den Badminton Spieler. Doch woran erkennen wir ob unser Spielball Qualitativ gut oder schlecht ist? Um diese Frage zu beantworten, müssen wir seine allgemeinen Eigenschafen Kennenlernen. Grund genug also, dass wir uns einmal genauer mit dem “Shuttlecock” befassen.

Wie sich der heutige gefiederte “Ball” entwickelt hat, dass weiß niemand mehr genau. Das klassische Federballspiel ist ein sehr altes Spiel dessen wurzeln bis in die Antike reichen. Vielleicht wurden einzelne Federn, die zum Beispiel zum schreiben oder einem anderen Zweck gelagert wurden, in einen Kork oder in ein ähnliches Material gesteckt. Dann musste das Federgebilde nur noch geworfen oder fallen gelassen werden, um dessen außergewöhnliche Flugeigenschaften zu entecken. Die genaue Entstehungsgeschichte ist bis seither ein Rätsel, allerdings hat sich dieses “Federgebilde” bis heut enorm weiterentwickelt.

Der heutige Federball wiegt zwischen 4,74g – 5,50g. Im Wettkampfbereich wir eine Abweichung von maximal 10% toleriert. Er besitzt einen Kopf aus Kork und einen Federkranz. Ein Farbband ziert jeden Spielballkopf und weißt auf die Geschwindigkeit des Balles hin. Der Federkranz besteht dabei je nach Typ entweder aus Naturfedern oder aus einem Kunststoff. Die Qualität beider Komponenten bestimmen maßgeblich die Flugeigenschaften. Grundlegend gibt es zwei Arten von Federbällen:

  • Im Profilbereich nutzt man den den klassischen Naturfederball.
  • Bälle aus Kunststoff werden dagegen bevorzugt im Hobbybereich gespielt.

 Kork, Kork, Kork und bunte Farben

Betrachten man einen Federball von nahem, stellt man fest, dass der Kopf aus Kork besteht. Die Qualität dieses Materiales hat wesentlich Eigenschaften auf die Flugeigenschaften. Prinzipiell kommt bei der Herstellung entweder künstlicher oder natürlicher Kork zum Einsatz. Legt man hohe Ansprüche auf optimale Rückschlags-und Flugeigenschaften sollte man einen Ball aus natürlichem Kork bevorzugen. Allerdings sind diese aufwendiger in der Produktion und damit teuer als ihre Verwandten aus Kunstkork. Die Basis des Kopfes ist mit einer Schicht aus Leder überzogen, die mit einem Farbkranz versehen ist.

Widmen wir unsere Aufmerksamkeit nun noch genau diesen bunten Farbkränzen. Diese dienen nicht etwa zur Dekoration oder das man den Ball besser sieht? Nein, die Aufgabe der Farbmarkierung ist es, die Geschwindigkeit des Balles zu anzuzeigen. Gerade Anfängern fällt es oft schwerer harte und weite Bälle zu schlagen. Für sie sind schnellere Bälle zu empfehlen. Mit fortschreitender Spielerfahrung sind eher langsamere Spielbälle zu bevorzugen.

  Farbe   Geschwindigkeit
  grün   langsam
  blau   mittel
  rot/orange   schnell

 Der Federkranz

Bereits beim ersten Blick erkennt man ob es sich um einen Naturfederball oder einen Kunststoffball handelt. Maßgeblich dafür ist die Art des Federkranzes. Bei Kunststoffbällen besteht der Kranz meist aus Nylon und zeichnet sich vor allem durch eine hohe Widerstandsfähigkeit aus. Bei Naturfederbällen kommen richtige Federn von naturweißen Tieren zum Einsatz. Dieses sind meistens Gänse-, Enten- oder selten auch Hühnerfedern. Die Federn besitzen natürliche Öle und Feuchtigkeit, diese machen sie biegsam und robust. Ein Spielball mit einer hohen Qualität ist immer mit Gänsefedern ausgestattet. Von der Spitze bis zur Balloberkante, müssen die Federn eine Länge von 62-77 mm haben.

 Zusammenfassung der wichtigsten Unterschiede

Nun haben wir bereits ein gewisses Grundwissen über verschiedenen Eigenschaften von Federbällen gelernt. Wir wissen welche Merkmale maßgeblich für gute Flugeigenschaften sind. An dieser Stelle schauen wir uns im Detail noch einmal die Unterschiede zwischen einem Natur- und einem Kunststofffederball an.

Der Naturfederball

Die Naturfederbälle werden mit echten Gänsefedern angefertigt. Diese stammen aus China und Japan, weil dort die hochwertigsten Gänse gezüchtet werden.
Der Vorteil bei Naturfederbällen ist, dass sie genauer und schneller Fliegen, dafür sind sie aber teurer und halten nicht so lange. Naturfederbälle werden mit 16 Gänsefedern angefertigt. Der Kopf besteht aus Naturkork.

Durch eine schnellere Drehung und eine schnellere Stabilisierung der Flugbahn, ergeben sich rasantere, spannendere und schnellere Ballwechsel. Naturfederbälle können bis zu 350km/h schnell werden.
Die Kosten eines solchen Balles liegen im Normalfall zwischen 2-8 Euro.

Badminton in Chemnitz

Der Kunststoffball

Bei Kunststoffbällen sind die “Federn” Nachbildungen, häufig wird dafür Nylon verwendet.
Auch der Kork für den Kopf ist meist künstlich hergestellt. Naturkork ist in diesem Fall zu teuer.

Federbälle aus Kunststoff sind nicht für die Wettkampfteilnahme geeignet. Sie richten sich an Anfänger und Freizeitsportler. Trotz ihrer langen Haltbarkeit und den günstigeren Preisen (zwischen 0,50-3€), sind Kuststoffbälle nicht mit dem Naturfederball zu vergleichen. 

Dennoch gilt der Kunststoffball als “fast gleichwertiger Ersatz”, weil er mit den Eigenschaften des Naturfederballes immer mehr mithalten kann.

Beispiel Kunststoff Federball

 Pflegehinweis zum Naturfederball

Naturfederbälle sind anfälliger als ihre Verwandten aus Kunststoff. Achtet man beim Einkauf auf die Qualität, so sollte man auch bei der Lagerung keine Abstriche machen. Es kann sonst leicht passieren, dass man die Freude an dem gekauften Produkt schneller verliert, als es einem lieb ist. Naturfederbälle sind natürliche Produkte. In den Federn befinden sich Öle und auch der Kork kann schaden nehmen. Bei falscher Lagerung werden sie brüchig oder können austrocknen. Um die Haltbarkeit auch außerhalb der Spielzeiten zu erhöhen sollte folgendes beachtet werden:

  • Die optimale Lagertemperatur liegt zwischen 15°C und 18°C.
  • Die optimale Luftfeuchtigkeit sollte bei rund 60% liegen.
  • Der Federball sollte also nicht draußen oder in einem Autokofferraum gelagert werden. Ideal wäre ein ungeheizter Keller. Direkte Sonneneinstrahlung ist unbedingt zu vermeiden.
  • Das umknicken der Federn ist außerdem der Tot für den Naturfederball. Am Besten den Ball senkrecht in ein Regal stellen oder ihn in der vorgesehenen Originalverpackung lassen. Werden die Bälle zu lange waagerecht gelagert, kann dieses zu einer Veränderung des Querschnittes führen.

 Kaufempfehlungen von uns!

Damit ihr an eurem Federball lange Freude habt, raten wir euch gerade am Anfang zu Kunststoffbällen. Sicherlich merkt man als Anfänger nicht die feinen Unterschiede der Flugeigenschaften der einzelnen Bälle. Da der Markt wirklich riesig ist, möchten wir euch  Bälle empfehlen, die uns von ihrem Preis-/Leistungsverhältnis und ihrer Qualität überzeugt haben. 

Victor Shuttle 2000

Yonex Mavis 2000

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verfasst von BT_Martin

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